Im Zeichen von Menschlichkeit, Wahrheit und brüderlicher Verbundenheit
Die Johannisloge „Georg zur wahren Treue“ in Neustrelitz blickt auf eine über 175-jährige Geschichte zurück und gehört zu den traditionsreichen Freimaurerlogen in Norddeutschland.
Gegründet wurde die Loge im Jahr 1846 von engagierten Bürgern der damaligen Residenzstadt, darunter Hofbeamte, Gelehrte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Sie gaben der Loge ihren Namen zu Ehren von Georg von Mecklenburg-Strelitz, dessen Wirken für Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl stand.
Von Beginn an verstand sich die Loge als Gemeinschaft von Männern, die sich den Idealen der Humanität, Toleranz und persönlichen Vervollkommnung verpflichtet fühlen. In einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen bot sie einen Raum für Austausch, geistige Entwicklung und brüderliche Verbundenheit.
Im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Loge zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Neustrelitz. Ihr Wirken wurde jedoch – wie das vieler Freimaurerlogen in Deutschland – durch die Zeit des Nationalsozialismus jäh unterbrochen: 1933 wurde die Loge verboten und ihre Arbeit eingestellt.
Erst nach der politischen Wende in Deutschland konnte die Loge im Jahr 1992 wiederbelebt werden. Seither knüpfen die Brüder an die historischen Traditionen an und führen die Arbeit der Loge im Geiste der Aufklärung und Menschlichkeit fort.
Heute ist die Johannisloge „Georg zur wahren Treue“ ein Ort der Begegnung für Menschen, die sich für ethische Werte, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung interessieren. Neben der internen Logenarbeit öffnet sie sich auch der Öffentlichkeit durch Vorträge und Gästeabende und lädt Interessierte ein, mehr über die Freimaurerei zu erfahren.
Kurz zusammengefasst:
Gegründet: 1846
Gründerkreis: vor allem Hofbeamte und Bürger der Residenzstadt
Namensgeber: Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz
Verbot: 1933 (NS-Zeit)
Wiederbelebung: 1992